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Im Sonnenwinkel ist eine Familienroman-Serie. Schauplatze sind der am Sternsee gelegene Sonnenwinkel und die Felsenburg, eine beachtliche Ruine von geschichtlicher Bedeutung. Mit Michaela Dornberg ubernimmt eine sehr erfolgreiche Serienautorin, die Fortsetzung der beliebten Familienserie "e;Im Sonnenwinkel"e;. Michaela Dornberg ist mit ganzem Herzen in die bezaubernde Welt des Sonnenwinkels eingedrungen. Sie kennt den idyllischen Flecken Erlenried und die sympathische Familie Auerbach mit dem Nesthakchen Bambi. Das Wetter hatte sich uber Nacht gedreht, und nun wurde wohl auch dem gro ten Optimisten bewusst, dass nicht ewig Sommer sein konnte. Es regnete seit Tagen, und der Wind zerrte an den Baumen, und die Blatter fielen haufenweise, um letztlich in unansehnlichen Klumpen auf den Wegen zu liegen. Der Sommer war ja langst schon vorbei, doch es hatte noch so viele schone und warme Tage gegeben, dass man alle Gedanken an den Herbst verdrangt hatte. Ja, der war kalendarisch da, aber in ihrem Herzen, in ihrem Inneren gab es ihn schon langer, und Inge furchtete, da wurde es niemals mehr den beschwingten Sommer geben oder den Fruhling, der freudige Erwartungen weckte. Inge Auerbach konnte sich noch nicht mit dem abfinden, was geschehen war, und wenn sie ehrlich war, dann musste sie zugeben, dass sie sich vermutlich mitten in einer tiefen Depression befand, seit ihr geliebtes jungstes Kind sich in Australien befand. Weiter ging es ja wohl nicht. Inge stand am Fenster und schaute hinaus in den Regen, der unaufhorlich gegen die Scheiben klatschte. Im Garten gab es jetzt nichts mehr zu tun, aber im Haus, da wartete eine Menge Arbeit auf sie, zu der sie sich einfach nicht aufraffen konnte. In der Waschkuche stapelte sich die ungewaschene Wasche, auf den Mobeln sah man dicke Staubschichten, und in ihrer Kuche, da tat sich nicht mehr viel. Von wegen ausgefallene Gerichte, fur die sie beruhmt war. Sie schusterte da einfach etwas zusammen, was schnell ging und wenig Arbeit machte, und wenn Werner nicht daheim war, begnugte sie sich mit einem Butterbrot, oder sie a uberhaupt nichts und starrte stundenlang trubsinnig vor sich hin, oder sie weinte. Sie hatte einige Kilo abgenommen, doch der Preis, den sie dafur zahlte, war viel zu hoch. Au erdem gefiel sie sich so abgemagert nicht. Sie konnte noch immer nicht begreifen, was geschehen war, dass ein Tsunami, so kam es ihr vor, ihre schone, heile Welt vernichtet hatte. Und sie sa nun vor den Trummern, unfahig, daraus wieder etwas aufzubauen. Das Schlimmste war, dass Werner und sie sich seit diesem Zwischenfall so fremd geworden waren. So etwas hatte Inge niemals fur moglich gehalten. Sie waren doch immer durch dick und dunn gegangen, hatten gemeinsam an einem Strang gezogen. Es waren die Schuldgefuhle, die sie beide hatten, durch die sie sprachlos geworden waren. Wie sollte es mit ihnen weitergehen?
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