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"e;Der Seele Grenzen kannst du durchwandernd nicht ausfindig machen, auch wenn du jeden Weg abschrittest, einen so tiefen Logos hat sie."e; So schrieb dereinst Heraklit, und auch dieses Buch wird nur soweit kommen, wie es uns moglich ist, aber nicht bis ganz zum Ende des Wegs. Wir suchen die Seele nicht in neuronalen Netzen, in Gehirnregionen oder sonst wo in seiner Herzgegend oder naher an Magen und Darm; alles schon passiert. Wir finden die Seele der Menschen im Streben nach Unendlichkeit, nach Grenzenlosigkeit, im Streben, Raum und Zeit, ja sogar die eigene Endlichkeit und Verganglichkeit zu uberwinden. Weil die Menschen eine Seele haben, haben sie uns die Kunste geschenkt wie die Vielfaltigkeit unserer Kulturen, beide gibt es seit Menschen existieren als Wesen mit einer Seele. Der Titel: De Anima verweist bewusst und in aller Bescheidenheit des Autors dieses Buches auf das gro artige, gleichnamige Werk des Aristoteles, der der Seele im Sinne der Entelechie ein eigenes Sein attestiert hat. Die Seele kann seither verstanden werden als Energeia, als Wirklichkeit des Strebens des Menschen und als dessen Vollendung, wobei nicht entschieden ist, ob die Vollendung in eine gute oder eine falsche Richtung verlauft. Lauft sie in eine falsche Richtung, in den Nihilismus des unbedingten Willen zur Macht, sprechen wir von einer seelenlosen Zeit, von Menschen, ohne Seele. Da stehen wir heute wieder und deshalb hat dieses Buch auch keine Schwierigkeiten mit den empirischen Tatsachen.
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