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Die Erzahlungen der Handschrift von "e;101 Nacht"e;, der kleinen Schwester von "e;Tausendundeine Nacht"e;, von Claudia Ott ins Deutsche ubertragen, ertonen in "e;Die elf Nachte"e; wie Stimmen aus den Tiefen der Vergangenheit, denen man auch nach Jahrhunderten entzuckt zuhoren kann. Acht der insgesamt siebzehn Erzahlungen, die die Handschrift vereint, werden jedoch bisweilen von den Gegebenheiten der heutigen Zeit und dem im Gegenwartigen situierten Erzahler verfremdet, verzerrt, ja gar zum Schweigen gebracht. Dieser heutige Erzahler - wer ist es uberhaupt? - sitzt nicht mehr fest und unangefochten erhoht auf einem Sessel, die Zuhorenden lauschen nicht mehr gebannt und wie gelahmt seinen Worten. Die Welt, ein Paradies war sie zwar nie oder hochstens in der Poesie, ist aus den Fugen geraten. Gema den Versen der elften Nacht ist Schahrasad endgultig tot, ihr Grab befindet sich angeblich am Rande des Central Parks, mitten in Manhattan. Das Andalusisch-Orientalische weicht der Neuen Welt, die allerdings so neu auch nicht mehr ist, Verse in der Art von Walt Whitman lassen die marchenhafte Quelle austrocknen, die in der amerikanischen Grossstadt endgultig versiegt. Doch auf das nachtliche Erzahlen folgt ein Aufwachen in den mehr oder weniger frischen Farben des Morgens eines neuen Tages.
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