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In den Himmel zeichnen. Mit der Hand etwas in den Himmel zeichnen, flustere ich. So viel und so oft es geht. Und er hort es nicht. Kann es noch so laut denken. Die Erzahlungen dieses Bandes sind lyrisch verdichtete Erkundungen von Erinnerung, Zeit und Verganglichkeit. In poetischer Sprache und fragmentarischer Form nahern sich die Texte jenen Momenten, in denen sich die Welt verlangsamt: ein leerer Platz, ein aufbrechender Himmel, das Schweigen zwischen zwei Menschen. Es geht um das Innehalten, das Hinsehen, das tastende Denken sei es beim Betrachten von Fotografien, dem Erkunden der Familiengeschichte oder beim Entschluss des Protagonisten eines Morgens, nicht mehr aufstehen zu wollen. Die Figuren sprechen selten laut, oft nur in Gedanken, in inneren Monologen, die wie dunne Faden durch wechselnde Landschaften fuhren Stadte, Felder, Zuge, das Meer. Im Zentrum steht die Frage, wie sich das Vergangene im Gegenwartigen abzeichnet und welche Spuren wir in einer sich standig wandelnden Welt hinterlassen. Immer wieder kehrt das Motiv der Zeichnung in den Himmel zuruck als Geste des Festhaltens, des Erinnerns, des Widerstands gegen das Verschwinden. Der Band bewegt sich zwischen Lyrik und Prosa, Traum und Realitat, Sprache und Stille. Die Prosastucke sind zuruckhaltend, beobachtend, fast flusternd. Der Band versteht sich als literarische Spurensuche: nach Sprache fur das Unsagbare, nach Bildern fur das, was vergeht, und nach Formen fur das, was bleibt.
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