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Dass Frauen anders von Katastrophen betroffen sind als Manner, gehort zu Allgemeinplatzen, die unser Denken und Handeln im Umgang mit Naturgefahren beeinflussen. Uberzeugt davon, dass vergeschlechtlichte Darstellungsweisen Sachverhalte nicht nur dokumentieren, sondern Ungleichheiten auch zementieren, greift diese Studie Argumentationslinien der feministischen Katastrophenforschung zur Analyse von acht Romanen aus der franzosischsprachigen Karibik auf. In diesem Zusammenhang wird zum einen erortert, wie die von einer Naturkatastrophe verheerte Landschaft in den Konturen eines versehrten weiblichen Korpers darstellbar gemacht wird. Zum anderen ergrundet diese Arbeit, welche Rollen Frauen in diesen Romanen als handelnde Figuren bei der Pravention vor und Bewaltigung von Katastrophen spielen. Damit erkennt diese Studie, dass eine Untersuchung vergeschlechtlichter Darstellungsmuster von Katastrophen ebenso aussteht wie die Frage, welchen Einfluss diese auf den Umgang mit Katastrophen nehmen. Erstmalig fuhrt sie hierzu Werkzeuge feministischer Katastrophenforschung in die feministische Literaturwissenschaft ein - und umgekehrt. Vom zukunftstrachtigen Beitrag, den Frauen im Katastrophenfall leisten konnen, ist sie dabei uberzeugt.
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