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Der Vatikan - ein Ort des Glaubens und dunkler Geheimnisse. Ein mysterioser Mehrfachmord, ein beinahe todliches Attentat und eine erpresserische Entfuhrung werfen noch immer Fragen auf. Wer steckt hinter den Verbrechen? Die Geheimdienste, die Mafia oder gar der Klerus selbst? Ist es Intransparenz, die Spekulationen befordert, oder hat der Vatikan tatsachlich etwas zu vertuschen? Die Angehorigen der Opfer fordern Gewissheit. 4. Mai 1998. Gegen 21.00 Uhr findet ein Schweizer Gardist drei Leichen in der Dienstwohnung seines Kommandanten. Die Opfer: Alois Estermann, der Kommandant der papstlichen Elite-Truppe, dessen Ehefrau Gladys und der junge Gardist Cedric Tornay. Alle drei starben durch Pistolenschusse, doch niemand der Nachbarn hat diese gehort. Die genauen Umstande des Mehrfachmords sind bis heute ungeklart, auch wenn der Vatikan den Fall nach neun Monaten als Wahnsinnstat von Cedric Tornay zu den Akten legt. Die Mutter des vermeintlichen Morders, Muguette Baudat, glaubt fest an die Unschuld ihres Sohnes. Tatsachlich legt eine zweite unabhangige Obduktion der Leiche ihres Sohnes den Verdacht nahe, dass die offizielle Version des Tathergangs so nicht stimmen kann. Nach der Tat wurde die Wohnung zwar untersucht, jedoch nur von Ermittlern des Vatikans. Diese, stellte die Baudats Anwaltin Laura Sgro spater fest, hatten dabei nicht einmal alle Handschuhe getragen. Insgesamt hielten sich laut den Akten uber 20 Personen nach dem Mord dort auf. Dennoch sei das gefundene Blut nicht untersucht worden. Es "e;hatte also von irgendjemandem kommen konnen"e;, kritisiert Sgro sie findet: "e;All das lasst nichts anderes zu, als Zweifel uber Zweifel aufkommen zu lassen."e; Manches erinnert an einen anderen Kriminalfall, der den Vatikan einige Jahre zuvor erschuttert hat: die Entfuhrung von Emanuela Orlandi, der damals 15-jahrigen Tochter eines Vatikanangestellten. Bis heute ist ihr Schicksal ungewiss. Immer wieder gibt es neue Spuren. Ali Agca, der Papst-Attentater von 1981, behauptete, dass Emanuela noch lebe. Die Ex-Geliebte eines Mafiabosses sagte aus, an der Entfuhrung des Madchens beteiligt gewesen zu sein. Ging es etwa um schmutzige Geschafte der Vatikanbank? Schon der ratselhafte Tod von Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen im Amt wird mit den mafiosen Machenschaften des Finanzinstituts in Verbindung gebracht. Hangen die Falle moglicherweise zusammen, wie Pietro Orlandi, der Bruder Emanuelas, glaubt? Die Familien der Opfer kampfen weiter fur Wahrheit und Gerechtigkeit.
Ahoj! Jsem Libroamiko, tvůj knižní rádce.
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