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Uberraschend und fesselnd bis zur letzten Seite erzahlt Johann Reier die unerhorte Geschichte von Max Duttenhofer, den kaum beleuchteten Anfangen der deutschen Rustungsindustrie und den Hoffnungen, Begierden und Abgrunden dahinter. Ein mitreiender und vielstimmiger Familien- und Epochenroman, der einen erzahlerischen Bogen zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert spannt. Jeder in der Schwarzwaldstadt kennt den frechen Max, der sich statt in der elterlichen Apotheke lieber beim alten Pulvermuller rumtreibt. Dass dieser ehrgeizige Junge die Pulvermuhle ubernehmen und in wenigen Jahren einen international agierenden Konzern aufbauen wird, ahnt da noch keiner. Sein raucharmes Schie pulver revolutioniert die Kriegsfuhrung und macht ihn zu einem der machtigsten Manner des Kaiserreichs, der Deals mit Bismarck und Krupp einfadelt und sein Pulver bis nach Japan verkauft. Doch nicht allen gefallt, wie Industrialisierung und Nationalismus die Gesellschaft verandern. Die Aufrustungsspirale entladt sich im Ersten Weltkrieg, den seine uneheliche Enkelin Rosa als Arbeiterin in der Pulverfabrik erlebt. Einschneidende Erlebnisse machen sie zur Kampferin gegen den Militarismus Dieser vielstimmige Epochen- und Familienroman spannt einen Bogen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert und streift dabei Schauplatze wie Rottweil, Stuttgart, Hamburg und Berlin. Fesselnd bis zur letzten Seite spurt er dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne und dessen Umschlagen in Zerstorung und Gewalt nach und zeigt das Auseinanderdriften der Gesellschaft, wachsende soziale Spannungen und politische Radikalisierung. Max Duttenhofers Existenz ist nahezu in Vergessenheit geraten, dabei gehorte er zu den machtigsten Mannern im Kaiserreich und zu den ratselhaftesten. Frank Thadeusz, DER SPIEGEL
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