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Die wissenschaftliche Beschaftigung mit der griechischen Komodie des 5., 4. und 3. Jahrhunderts v. Chr. spiegelt in besonderer Weise die Paradigmenwechsel der philologischen und literaturwissenschaftlichen Forschung der letzten Jahrzehnte wider. Die Beitrage dieses Bandes haben in entscheidender Weise zu diesen Perspektivverschiebungen beigetragen und der Komodienforschung neue Impulse verliehen. Es wird auf die Utopie-Diskussion ebenso eingegangen wie auf die kontrovers und in extenso diskutierte Frage des Spottes und der Verspottung von Personlichkeiten des offentlichen Lebens, seien es Politiker wie Perikles oder Kleon, seien es Intellektuelle wie der Philosoph Sokrates, der Mathematiker Meton oder die Tragiker Agathon und Euripides, wobei dem Verstandnis des sog. personlichen Spotts sowohl vor dem Hintergrund zeitgenossischer Texte als auch psychologischer, anthropologischer und soziologischer Studien neue Zugange eroffnet werden. Die Arbeiten zur Metrik, die im Sinne einer hermeneutischen Disziplin ( interpretative Metrik"e;) verstanden wird, haben wie die Studien zu den Formen der griechischen Komodie einen dezidiert rezeptionstheoretischen Ansatz und zeigen, wie Aristophanes (und die anderen Komodiendichter dieser Zeit) die durch die jahrelange Theatererfahrung gepragten Erwartungen des Publikums evoziert, enttauscht oder bestatigt.
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