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Im zweiten Band der Hagener Wissenschaftsgespräche, der auf eine interne Tagung im Jahr 2024 zurückgeht, werden Überlegungen von Fachvertreterinnen und Fachvertretern verschiedener Disziplinen vorgelegt, die sich der Einsicht stellen, dass keine Wissenschaft ohne Beispiele auskommt. Beispiele sind - auch wenn das nicht alle Wissenschaften wahrhaben wollen - kein bloßes Beiwerk, sondern unverzichtbarer Teil wissenschaftlicher Diskurse. Dabei können sie ganz verschiedene Funktionen haben: Beispiele können Anlass für einen Streit sein, sie können etwas belegen oder widerlegen, sie können Ausgangspunkt des Nachdenkens über die Dinge der Welt sein, sie können in einer Rede etwas veranschaulichen oder komplexe Zusammenhänge vereinfachen, und manchmal auch umgekehrt scheinbar Einfaches komplizieren. Das hängt eng damit zusammen, dass in den Wissenschaften, die sich an dem hier dokumentierten Wissenschaftsgespräch beteiligt haben, Einzelfälle zum Gegenstand des Erkenntnisinteresses werden. Denn Einzelfälle sind in der Theorie aussagekräftig oder sie müssen in der Praxis entschieden oder behandelt werden. Aussagekräftig ist der einzelne Fall, weil er nicht nur etwas mit vielen anderen Fällen gemein hat, sondern auch, weil er sich von allen anderen Fällen unterscheidet (aussagekräftig kann, mit anderen Worten, nicht nur die Statistik sein, welche von der Verschiedenheit der einzelnen Fälle abstrahiert). Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, mit Fallbeispielen zu argumentieren. Mit Beiträgen von Hubertus Busche, Irina Gradinari, Michael Niehaus, Andreas Giesbert und Robert Schulz, Osman Isfen, Yury Safoklov, Johannes Schröder, Uwe Steiner und Dorett Funcke.
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