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Auf Grundlage einer Neusichtung der Quellen untersucht die Studie das Agieren der Herzöge der Billunger im Spannungsfeld von Königtum, sächsischem Adel und den Kontakträumen nordöstlich der Elbe.Bei den Billungern handelte es sich um eine sächsische Adelsfamilie, die seit dem 10. Jahrhundert über fünf Generationen hinweg die Herzöge Sachsens stellte - eine Kontinuität, über die keine andere Herzogsfamilie dieser Zeit verfügte. In der Forschung wurden die Billunger in Ermangelung einer methodisch zeitgemäßen Gesamtdarstellung lange Zeit nur randständig behandelt. Auf Grundlage einer kritischen Neusichtung des Quellenmaterials untersucht Carolin Triebler nun das Agieren der billungischen Herzöge im Spannungsfeld von Königtum und sächsischem Adel sowie in den Kontakträumen nordöstlich der Elbe. Im Zentrum der Betrachtung stehen Prozesse der Kommunikation und Aushandlung von Herrschaft, Formen der Herrschaftsintegration und -partizipation sowie Möglichkeiten der Konsensgestaltung und Konfliktbewältigung innerhalb der Familie, gegenüber lokalen geistlichen und weltlichen Eliten, gegenüber den Nachbarn im Norden und Osten sowie auf reichspolitischer Ebene gegenüber dem König. Theoretisch knüpft die Untersuchung an aktuelle Ansätze der Adels- und Elitenforschung an. Dadurch werden die Billunger als strategisch agierende und weit vernetzte Herzogsfamilie sichtbar, deren Herrschaft durch Kooperation, Konkurrenz und eine kluge Aushandlung ihrer Stellung im Gefüge der Reichspolitik geprägt war.
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