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Ein Buch über den Moment, in dem das Universelle zerbrach - und eine neue Ethik des Denkens entstand, samt einer ganzen Gattung: Theorie. Ausgehend von Barthes, Derrida und Foucault erzählt die Studie eine Problemgeschichte, die unsere Zeit und ihre Debatten weiterhin bestimmt. Sie zeigt, wie in den 1960er Jahren das Universelle als Leitidee seine kulturelle Geltung verlor und sich in drei neue Werte verwandelte: das Singuläre, das Plurale und das Inkommensurable. Drei einzelne Leitsterne, verbunden im Anspruch, Unverfügbarkeit zu erdenken und zu erschreiben. Denn Theorie beginnt, wo Verfügbarkeit nicht sein sollte. Die Arbeit rekonstruiert dieses Ethos in einer feinfühligen Lektüre zentraler Texte und eröffnet einen neuen Blick auf die Postmoderne-Debatten der 80er und 90er Jahre. Zugleich macht sie sichtbar, dass hier ein eigenes Genre des Theorieschreibens entsteht - mit spezifischen Regeln, Ansprüchen, Abgründen, Idiosynkrasien, und blinden Flecken.
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