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Die Konzilhure ist ein fesselnder historischer Roman, der den Leser mitten in eine der aufgeladensten Epochen des Mittelalters führt - in die Zeit des Konstanzer Konzils, als sich die Macht der Kirche, die Interessen der Herrschenden und die Abgründe menschlicher Begierde in einer einzigen Stadt bündelten.
Im Zentrum der Geschichte steht Anna - jung, klug und von einer Welt geprägt, die wenig Raum für Schwäche lässt. Als ihr Vater unter der Last seiner Schulden zusammenbricht, wird sie zur Ware, zur Lösung eines Problems, das größer ist als sie selbst. Verkauft in den Dienst eines mächtigen kirchlichen Haushalts in Konstanz, findet sie sich plötzlich im Zentrum eines Spiels wieder, dessen Regeln sie nicht kennt - und dessen Einsatz höher ist, als sie je geahnt hätte.
Denn Konstanz ist zu dieser Zeit nicht nur eine Stadt, sondern ein brodelnder Schmelztiegel: Kardinäle, Gesandte, Händler, Pilger und Glücksritter strömen zusammen, während im Hintergrund Machtkämpfe toben, die über die Zukunft der Kirche entscheiden sollen. Doch wo Macht ist, gedeiht auch Korruption. Wo Frömmigkeit gepredigt wird, herrscht oft Heuchelei. Und wo Männer über Moral urteilen, werden Frauen wie Anna zur Verfügungsmasse.
Was als Dienst beginnt, wird schnell zu einem gefährlichen Balanceakt zwischen Gehorsam und Selbstbehauptung. Anna muss lernen, sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Worte ebenso tödlich sein können wie Taten und Vertrauen ein Luxus ist, den sich nur wenige leisten können. Sie begegnet Intrigen, Gewalt und Versuchung - aber auch Momenten von Nähe, Hoffnung und verbotener Leidenschaft.
Dabei stellt sich immer drängender die Frage: Wie weit kann ein Mensch gehen, um zu überleben, ohne sich selbst zu verlieren?
„Die Konzilhure" ist weit mehr als ein historischer Roman. Es ist ein intensives Porträt einer Frau, die sich weigert, bloß ein Spielball der Mächtigen zu sein. Es ist eine Geschichte über Schuld und Freiheit, über Macht und Ohnmacht - und über den unerschütterlichen Willen, trotz aller Widrigkeiten den eigenen Weg zu gehen.
Mit großer erzählerischer Kraft verbindet der Roman historische Realität mit einer packenden, emotionalen Handlung. Er zeichnet ein schonungsloses Bild einer Epoche, in der Glaube und Gewalt, Moral und Missbrauch oft untrennbar miteinander verbunden waren - und lässt den Leser tief eintauchen in eine Welt, die zugleich fern und erschreckend nah erscheint.
Ein Roman, der bewegt, aufwühlt und lange nachhallt.
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