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Jochen Hörisch versteht den hier wiedervorgelegten fulminanten Essay als einen Beitrag zur "Kritik der Hermeneutik". Seine Absicht ist es, grundsätzlich darzulegen, daß "Verstehen" nicht immer und an allen Orten selbstverständlich war und ist, daß das hermeneutische Verfahren den Sinn von Texten vereinfacht und eine Sekundärliteratur produziert, die mit der Primärliteratur konkurriert und sie verdrängt. Zur Diskussion steht also der Universalitätsanspruch der Hermeneutik.§Ergänzt wird der Essay durch vier sachliche Polemiken gegen neuere Hermeneutikvarianten, gegen die populistische Form der Literaturkritik und gegen die verfehlte Rezeption dekonstruktiv-antihermeneutischer Reflexionen in Deutschland.§"Jochen Hörischs schlankes, entspanntes, mit Gelassenheit und Esprit aufgesetztes Traktat ist von geradezu üppigem Charme. Bei aller Verführungskraft verschlägt es einem dabei nicht den Atem zum Denken." Basler Zeitung
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