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17Tobias Becker, Michael Homberg und Thomas Werneke (Hg.)HOCHSTAPELEIEine Kulturgeschichte der Täuschung im 20. JahrhundertBroschur, ca. 400 Seiten, 28 EURISBN 978-3-95732-662-1Erscheint im September 2026»Falsche« Prinzessinnen und Heiratsschwindler, Fake-»Indianer« und selbsternannte Hauptmänner - hochgestapelt wird nicht erst, seit es die Sozialen Medien gibt. Doch wie hat sich Hochstapelei historisch entwickelt? Und warum fasziniert sie uns auch heute noch so sehr?Von der Belle Époque bis zur Gegenwart: Dieser Band erzählt die Geschichte der Hochstapelei als kulturelles und mediales Phäno men. Anhand von 22 Vignetten - mal berühmten, mal längst vergessenen Fällen - zeigt er, wie Betrüger:innen soziale Codes anderer Gruppen erlernten, Identitäten fälschten und sich in fremde Welten einschlichen. Ob der »Gentleman-Gauner« Georges Manolescu, der »falsche Prinz« Harry Domela oder Milli Vanilli, das Sängerduo, das nicht sang - ihre Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern verraten auch, wonach sich Menschen zu bestimmten Zeiten sehnen.Hochstapelei ist damit zugleich mehr als nur Betrug: Sie ist ein Zerrspiegel der Gesellschaft und ein Medienspektakel. Erst durch die Inszenierung vor Gericht, in Zeitungen, Filmen und sozialen Medien werden aus einfachen Betrüger:innen Sehnsuchtsfiguren. Dieser Band verbindet Kultur- und Mediengeschichte und fragt: Warum glauben wir den Hochstapler:innen? Und was sagt das über uns selbst aus?
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