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Die Ägäis und Kleinasien bilden im Werk Hölderlins einen Raum des Übergangs, des Transits, der Grenzen und offenen Identitäten. Hier begegnen und mischen sich Europa und Asien, Griechisches und Orientalisches, Paganes und Christliches. Im Blick auf den Raum der Ägäis werden grundlegende Einsichten in die Entstehung von Kulturräumen, deren Entwicklung und Wechselwirkungen mit anderen Kulturen gewonnen. Hölderlin arbeitet mit den Gegensätzen von Eigenem und Fremdem, um signifikante Brüche, Übergänge, Transitionen und Konflikte in der Entwicklung der Kulturen zu bestimmen. So gewinnt der Kulturraum der Ägäis im Fortschritt seines Werks zunehmende Bedeutung, denn er dient zugleich als Folie zur Bestimmung und Profilierung des eigenen Kulturraums. Dabei bilden die erwähnten Gegensätze einerseits durchaus polare Spannungen; es lassen sich aber hauptsächlich Überlappungen und Vermischungen beobachten, die essentialistische Identifizierungen in Frage stellen und komplexe Identitäten bilden.
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