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Dieses Buch untersucht, wie Italien in literarischen Werken der neubulgarischen Literatur von der Nationalerweckung bis zur Gegenwart dargestellt wird. Im Zentrum stehen intertextuelle, kulturwissenschaftliche und komparatistische Analysen, die zeigen, wie sich Vorstellungen vom "italienischen Anderen" in der bulgarischen Literatur herausgebildet, verändert und verankert haben. Die Studie bezieht sich auf kanonische Autor:innen, deren Werke bisher kaum im Hinblick auf die Italien-Rezeption erforscht wurden. Anhand literarischer Verweise auf italienische Autor:innen, historische Ereignisse und kulturelle Topoi wird erkennbar, wie nationale Selbst- und Fremdbilder durch Literatur konstruiert und vermittelt werden. Die theoretische Basis bilden Konzepte der Stereotypenforschung, des kollektiven Gedächtnisses und des Kulturtransfers. Die diachrone Anlage erlaubt es, langfristige Entwicklungslinien ebenso sichtbar zu machen wie Brüche und Neuanfänge. Ein innovativer Beitrag zur literaturwissenschaftlichen Bulgarienforschung und zur transkulturellen Hermeneutik.
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