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Diese Untersuchung nimmt Segregation und Stigmatisierung, die Kennzeichen der Lepra, zum Anlass, um die wichtigsten religiösen, politischen und wissenschaftlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Krankheit zu erörtern, die sich auf heilige Texte und einige wissenschaftliche Lehren des 19. Jahrhunderts stützen, und deren wichtigste Folgen für die Konsolidierung der Lesart, die die Gesellschaft um die Lepra herum aufgebaut hat. Die Ursprünge der Krankheit werden aus historischer und epidemiologischer Sicht dargestellt, ebenso wie die wichtigsten Auswirkungen auf die Gesellschaften im Laufe der Jahrhunderte. Wir analysieren die verschiedenen Arten der Behandlung der Krankheit sowohl aus physiologischer als auch aus sozialer Sicht und erörtern den Prozess der Zwangsisolierung, insbesondere in Brasilien. Die Diskussion stützt sich auf die komplexen Beziehungen, die mit der Zwangseinweisung von Leprakranken verbunden waren. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile: lebende Lepra, Lepra und öffentliche Gesundheit sowie das Makro-Szenario der Lepra. Die gesamte Untersuchung ist von einem Interview mit einem Gesprächspartner durchdrungen, der sein ganzes Leben lang mit Lepra gelebt hat und seinen Alltag anhand von Aussagen aus ganz bestimmten Momenten seines Lebens schildert.
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