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Die strikte Deklarierung der "natürlichen" Geschlechterordnung als soziales Konstrukt unterwirft jede Referenz auf "Natur" grundsätzlich dem Essenzialismusverdacht, was auch zu harscher Kritik am Ökofeminismus oder am so genannten "Differenzfeminismus" führte. Für die historische Arbeit entpuppt sich dieses Denken zunehmend als unproduktives Hindernis bzw. als vorschnelle Begrenzung der Forschung - wenn nämlich nicht gefragt werden kann, wovon AkteurInnen eigentlich handeln, wenn sie von "Natur" reden, aber auch, wenn ein Naturbegriff absolut gesetzt wird, der selbst erheblichem historischem Wandel unterworfen war und ist. Im Heft werden solche Fragen an diversen historischen Szenarien (insbesondere der Vormoderne) diskutiert. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur derzeitigen Debatte über "Natur", Kultur und Geschlechterordnungen geleistet. Wie sieht die aktuelle Geschlechtergeschichte das umstrittene Thema "Natur"?
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