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Dieser Jüdische Almanach beschäftigt sich mit dem Thema Reset. Der Begriff steht für das bewusste Innehalten, das Überprüfen von Routinen und Erzählungen - und für den Mut, neu anzusetzen, ohne das Vergangene auszublenden. Im jüdischen Denken ist dieses Prinzip tief verankert: in der Idee der Tschuwa (Umkehr und Rückkehr), in zyklischen Zeitvorstellungen, aber auch in historischen Erfahrungen von Bruch, Verlust und Erneuerung.
Der Band greift Reset als zeitgenössisches Denkmodell auf. Er versammelt Perspektiven, die fragen, was es heißt, neu zu beginnen: individuell und kollektiv, kulturell, politisch und spirituell. Zwischen Erinnerung und Gegenwart, Kontinuität und Transformation erkunden die Texte Reset als offenen Prozess - nicht als radikalen Schnitt, sondern als Neubestimmung jüdischen Lebens und Denkens in einer fragilen Welt.
So schreibt Michael Brenner über die schwierigen Neuanfänge jüdischer Gemeinden in der Bundesrepublik nach 1945, Sven Steinberg erzählt von den Neuanfängen jüdischer Überlebender in Kanada. Es geht um jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und um die Bewahrung von Erinnerungen bzw. die Frage nach der Einbindung der jüngeren Generation. Und schließlich um Israel nach dem 7. Oktober 2023, der Verarbeitung des Traumas und der Frage, wie ein Neustart gelingen kann.
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