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Zola strebte danach, sein zwanzigbändiges Werk zum Spiegel der modernen Gesellschaft zu verfassen. Er wollte die gesellschaftliche Wirklichkeit des Second Empire vom Staatsstreich Napoléons III (1852) bis zum Untergang des Kaisers im Deutsch-Französischen Krieg (1870) darstellen. Seine Auffassung der sozialen Lage Frankreichs schilderte er am Beispiel einer großen Familie, deren Zweige in alle Gesellschaftsschichten reichen. Der Familienroman war für Zola das ideale Genre, um die ihn interessierenden Gesetze der Physiologie (Evolution, Vererbung) zu erörtern und brennende soziale Probleme zu thematisieren. Naturwissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse sollten in der Literatur fruchtbar gemacht werden. "Seine Exzellenz Eugène Rougon" (1876) ist der sechste Teil des Romanzyklus. Er schildert das Leben und Treiben am kaiserlichen Hof zu Compiègne und in den politischen Kreisen jener Zeit. Im Mittelpunkt der Handlung steht der allmächtige Minister und Staatsmann Eugène Rougon. Diese Figur schuf Zola ganz offensichtlich in Anlehnung an Eugène Rouher, dem als Minister unter Napoleon III. eine glänzende Karriere beschieden war.
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