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Erwin Panofskys Ausführungen zur "Zentralperspektive als Symbolischer Form" (1924/25) wurden zum umstrittenen Topos der Kunstgeschichte. Panofsky thematisierte das Wirklichkeitsverständnis der Renaissance anhand der symbolisch-visuellen Figur der Zentralperspektive und wies ihre religiöse Signatur nach. Die vorliegende Arbeit nimmt diesen Diskurs auf und zeigt anhand der Arbeiten der Künstlerin Charlotte Davies, wie sich in Zeiten des Virtual Reality dieser heute starr verstandene mathematisch homogene Bildraum weiterentwickeln läßt zur Figur der "Asymptote als Symbolischer Form". Die Notwendigkeit der ständigen Repositionierung im Datenraum wird in den Kunstwerken erlebbar, kartografiert und damit der Faktor Zeit ästhetisch wahrnehmbar. Davies' künstlich geschaffenen immersiven virtuellen Umgebungen basieren auf der Ästhetik der Transparenz und Unschärfe, die bereits im Frühwerk der kanadischen Künstlerin angelegt ist. Phänomene wie Stereoskopie und Wahrnehmungspsychologie dienen der Beschreibung einer in Wandlung begriffenen Wahrnehmung von Realität. Mit dieser Monographie werden zwei Meilensteine der Medienkunst vorgestellt: "Osmose" (1995) und "Ephémčre" (1998).
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