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Arbeit befindet sich im stetigen Wandel und ist für viele Erwerbstätige zur alltäglichen Erfahrung geworden. Die kulturanthropologische Studie widmet sich den Veränderungsdynamiken am Beispiel eines Unternehmens der wehrtechnischen Industrie und fragt danach, wie betriebliche Umstrukturierungen von den Beschäftigten erlebt, gedeutet und bearbeitet werden. Auf Basis ethnografischer Forschung und Interviews mit Beschäftigten analysiert Julia Setter zentrale Themen moderner Arbeitsorganisation, wie steigenden Zeit- und Kostendruck, veränderte Leistungserwartungen, Fragen nach gerechter Vergütung sowie die Folgen eines Unternehmensverkaufs. Es wird gezeigt, welche Aushandlungen über Werte, Erwartungen und Gerechtigkeit mit diesen Veränderungen verbunden sind. Dabei geht es immer auch um die Definitionsmacht darüber, was gute und wertvolle Arbeit ist. Die theoretische Perspektive der Konventionssoziologie ermöglicht es, die unterschiedlichen Wertordnungen und Argumente der Beschäftigten herauszuarbeiten. Damit macht die Studie die Aushandlungsprozesse um institutionelle, strukturelle und organisationale Veränderungen der Arbeitswelt und die Pluralität betrieblicher Deutungsmuster sichtbar.
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