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Im Jahr 1926 sagten sich die radikalsten Malerinnen, die expressionistischsten Keramikerinnen und innovativsten Bildhauerinnen, Kunsthandwerkerinnen und Architektinnen von der 1911 gegründeten, traditionellen Vereinigung der bildenden Künstlerinnen Österreichs los und gründeten die bereits damals als progressiv und linksliberal geltende Wiener Frauenkunst. Sie verfolgten einen neuen feministischen Ansatz, setzten innovative Maßstäbe im Ausstellungsdesign und standen in engem Austausch mit der Wiener Werkstätte. Ihre programmatischen Themenausstellungen präsentierten raumkünstlerische Arrangements, die Innenarchitektur, Malerei, Skulptur und Kunstgewerbe zukunftsweisend miteinander verbanden.Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft endeten die Karrieren vieler Frauen abrupt durch Vertreibung und Exil oder in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus; zahlreiche Werke gingen durch Krieg, Emigration oder gezielte Zerstörung zugrunde.Dennoch vermag diese Spurensuche und opulente Hommage an die vergessenen, ambitionierten Vorkämpferinnen der feministischen Bewegung der 1970er Jahre das tradierte Kunstgeschichtsbild zu korrigieren und zu erweitern.
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