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Das im März 1912 wegen Majestätsbeleidigung in Deutschland beschlagnahmte Buch "Bilanz über 25 Jahre Regierungszeit Wilhelms II." (Basel 1912) des ehemaligen deutschen Diplomaten Richard Ball wurde zwar 1919 mit dem neuen Obertitel "Wilhelm der Letzte" unverändert wieder aufgelegt, ist aber heute selbst bei Spezialisten völlig in Vergessenheit geraten. Es handelt sich um die schärfste zeitgenössische Abrechnung mit dem Kaiser und dem Wilhelminischen Deutschland, umfassender und radikaler als die Polemiken Maximilian Hardens und der bekannte "Caligula" von Ludwig Quidde. Behandelt werden u.a. die zahlreichen Entgleisungen des Kaisers, die mörderische Disziplin in der preußischen Armee, die Willkür von Polizei und Bürokratie, die diskriminierende Klassenjustiz, die Internierung missliebiger Menschen in Irrenhäusern, die Korruption der Beamten und nicht zuletzt die ungeschickte Außenpolitik. Das Buch endet mit der überraschenden Prophezeiung, der Kaiser werde einen Weltkrieg entfesseln, ihn verlieren und ins Exil gehen.
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